Veitstanz ist die historische Bezeichnung für verschiedene Formen unkontrollierter, ruckartiger Bewegungen. Der Name leitet sich von Vitus (Sankt Veit) ab, der im Mittelalter als Schutzheiliger gegen Nerven- und Bewegungsstörungen verehrt wurde.
Heute wird der Begriff meist mit der medizinischen Bezeichnung:
in Verbindung gebracht.
Im Mittelalter wurden plötzliche Bewegungsstörungen oft als:
gedeutet.
Berühmt wurden die sogenannten Tanzwellen oder Tanzmanien, bei denen Gruppen von Menschen scheinbar unaufhörlich tanzten oder zucken mussten.
Unter Chorea versteht man:
Sie können bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen auftreten.
In symbolischer Betrachtung erscheint der Veitstanz als:
Er symbolisiert:
Der Tanz wird dabei zum Bild einer Energie, die Ausdruck sucht.
In der Volksvorstellung stand der Veitstanz manchmal für:
Die Grenze zwischen Krankheit, Trance und religiöser Ekstase war in früheren Zeiten oft fließend.
Element: Feuer
Symbole:
Qualitäten:
„Manchmal bewegt sich der Körper dort weiter,
wo der Verstand keinen Ausdruck mehr findet.“
Der Veitstanz erinnert an die tiefe Verbindung zwischen Körper, Psyche und Kultur – und daran, wie Menschen außergewöhnliche Erfahrungen im Laufe der Geschichte unterschiedlich gedeutet haben.
Veitstanz • Chorea • Sankt Veit • Tanzmanie • Bewegungsstörung • Volksglaube • Ekstase • Neurologie •