Das Volometer war ein parapsychologisches Messinstrument, das vom schwedischen Forscher Sydney Alrutz entwickelt wurde. Sein Zweck bestand darin, die sogenannte Willenskraft als dynamische Wirkung experimentell erfassbar zu machen. Das Gerät gehörte zu den frühen Versuchen, psychische Einflüsse nicht nur zu beschreiben, sondern technisch zu messen.
Symbolisch steht das Volometer für den Traum einer Physik des Geistes. Es verkörpert die Hoffnung, dass Gedanken, Absichten oder Willensakte nicht nur subjektive Erfahrungen sind, sondern eine messbare Wirkung in der Außenwelt hinterlassen. Damit gehört das Volometer zu jener Epoche, in der Wissenschaft und Parapsychologie noch nicht als vollständig getrennte Bereiche betrachtet wurden.
Parapsychologisch-symbolisch repräsentiert das Volometer den Versuch, den Willen als Kraftfeld zu verstehen. Der Wille erscheint hier nicht bloß als psychologische Entscheidung, sondern als etwas, das Druck ausüben, Bewegung erzeugen oder materielle Systeme beeinflussen könnte. Das Instrument sollte genau diese hypothetische Grenzzone zwischen Gedanke und Wirkung untersuchen.
In tieferer symbolischer Bedeutung steht das Volometer für die menschliche Sehnsucht, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Es erinnert an die wiederkehrende Vorstellung, dass Bewusstsein mehr sein könnte als ein innerer Vorgang. Selbst wenn die zugrunde liegenden Annahmen wissenschaftlich nicht bestätigt wurden, bleibt das Volometer ein faszinierendes Symbol für den Versuch, eine Brücke zwischen Intention und Materie, zwischen Geist und Welt zu schlagen.
Das Volometer verkörpert damit nicht nur ein historisches Gerät, sondern eine Grundfrage der Parapsychologie: Kann Wille eine eigenständige Wirkkraft sein – oder bleibt er auf die Innenwelt beschränkt?