Wahrer Name: Adolf Josef Lanz (1874–1954)
Pfad und Wirken:
Lanz von Liebenfels war ein österreichischer Mystiker, Ex-Zisterzienser und Begründer einer rassisch-mystischen Geheimlehre, die er als „Ariosophie“ bezeichnete. Er verstand sich als Hüter einer verborgenen „arischen Lichttradition“, die angeblich bis in mythische Urzeiten zurückreiche.
Esoterische Bedeutung:
In seiner Zeitschrift Ostara verbreitete er Visionen von einer kommenden „Rassenmystik“ und der Rückkehr der „Göttermenschen“.
Er griff Symbole und Mythen der Tempelritter, der Kabbala und der Gnosis auf, deutete sie jedoch radikal im Sinne seiner „Ariosophie“.
Lanz verstand Geschichte als einen Kampf zwischen dem lichten „arischen“ Geist und dunklen, dämonischen Kräften.
Nachwirkung:
Seine Schriften fanden Resonanz in okkulten und völkischen Kreisen des frühen 20. Jahrhunderts. Obwohl stark ideologisch verzerrt, gilt er als eine Figur, die Esoterik und Rassenmystik auf gefährliche Weise vermengte.
Stichworte: Ariosophie, Ostara, Templer-Mythos, völkische Esoterik
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