OM C. Parkin (bürgerlich Cedric Parkin, *1962) ist ein deutscher Mystiker, Weisheitslehrer und Autor, der vor allem durch die Verbindung von Advaita Vedanta, christlicher Mystik, Sufismus, Enneagramm-Lehre und dem „Vierten Weg“ bekannt wurde. Er gründete die Enneallionce-Schule des Vierten Weges sowie das moderne Kloster Gut Saunstorf in Mecklenburg.
Nach eigenen Berichten erlebte Parkin 1990 infolge eines schweren Autounfalls eine tiefgreifende Nahtod- und Erwachungserfahrung, die sein späteres Wirken prägte. Kurz darauf kam er mit der amerikanischen Advaita-Lehrerin Gangaji in Kontakt, die selbst Schülerin von H. W. L. Poonja (Papaji) war. Von ihr erhielt er den spirituellen Namen „OM“.
Symbolisch steht O.M. Parkin für das Prinzip der radikalen Selbsterkenntnis. Im Zentrum seiner Lehre steht nicht die Entwicklung besonderer Fähigkeiten, sondern die Frage: Wer bin ich wirklich? Er vertritt die Auffassung, dass das gewöhnliche Ich eine vorübergehende Konstruktion ist und dass hinter allen Identitäten ein zeitloses Bewusstsein liegt.
Parapsychologisch-symbolisch ist Parkin interessant, weil er die Aufmerksamkeit von außergewöhnlichen Phänomenen auf die Natur des Bewusstseins selbst verlagert. Visionen, Energien, Medialität oder spirituelle Erfahrungen gelten in seiner Sicht nicht als Ziel, sondern als Begleiterscheinungen. Entscheidend sei die unmittelbare Erkenntnis des Seins, die allen Erfahrungen zugrunde liegt. Dadurch steht er eher in der Tradition der Mystik als der klassischen Parapsychologie.
In tieferer symbolischer Bedeutung verkörpert O.M. Parkin den Archetyp des Lehrers der Stille. Seine Arbeit kreist um die Vorstellung, dass Wahrheit nicht durch Anhäufung von Wissen gefunden wird, sondern durch das Durchschauen dessen, was man nicht ist. Der Weg führt nicht zu neuen Identitäten, sondern zur Auflösung falscher Identifikationen. Er symbolisiert damit die uralte mystische Idee, dass die tiefste Erkenntnis nicht im Erwerb, sondern im Loslassen liegt.